Ich muss aufhören, dich immer und immer wieder mit meiner Torheit zu verletzen. Mein mangelndes Verständnis und die unwiderruflichen Worte zeugen von meiner Unfähigkeit zwischenmenschlich zu kommunizieren und mich mit meinen Missetaten zu konfrontieren.

Ich muss an mir arbeiten.


Aber erst muss ich mich hassen.

Weil du es nicht tust.

Akt Ⅳ

Das Wort
Liebe
schmeckt für immer bitter.

Akt Ⅲ


Eigentlich ist das alles nicht wahr. 
Wenn ich an sie denke, denke ich an Lügen, Schmerz und Betrug.
Sie tat mir weh, ihre Blicke waren urteilend, fesselnd, giftig, bedrohlich. 
Ihre Worte waren pure Provokation und gezeichnet von Zwiespalt. 
Ihre Berührung hinterließ ein Brennen und kein Wasser konnte es lindern. 
Ich weiß nicht, wieso sie mich inspiriert.
Es macht keinen Sinn. 

Ist es der Schmerz?

Was immer es ist,
es ist bestimmt 
nicht
echt. 

Akt Ⅱ

Jetzt, im Nachhinein, war sie wohl meine Muse. 
Wenn ich auch nur an sie dachte, sprossen mir die Wörter nur so aus der Seele. 
Ich hörte ihre Stimme und die Lyrik fand ihren Weg in meine Fingerspitzen. 
Ihr Name lag wie geflüstertes Gold auf meinen Lippen, wenn ich von Märchen aus verlorenen Welten berichtete.
Wenn sie mich ansah, sah ich die Ozeane in all ihren Facetten; 
die Gefahr und die Erlösung.

Wie sich herausstellt, im Nachhinein, ist sie wohl noch immer
meine Muse.  

Eine Tragödie in vier Akten. Akt Ⅰ

Ich sehe sie an und scheine zu ertrinken.
Das Blau ihrer Augen raubt mir den Atem und die Fähigkeit, mich über Wasser zu halten.
Die errettende Küste ist außer Reichweite,
also treibe ich auf offener See
und verliere mich vollkommen und ausnahmslos 

in ihr. 

O2.O2.

Und es ist wieder ein Jahr vergangen. Ich weiß nicht, wie die Sekunden in Tage und dann in Monate übergegangen sind. 

Wir befinden uns wiederholt am Anfang des Endes. 

Der Schmerz dreht sich im Kreis und mir wird schlecht von all den Emotionen. 
Ich will schreien, weinen und wüten. 
Ich will lächeln, flüstern und lieben. 

Die Gefühle sind wie Naturgewalten; unvorhersehbar, unberechenbar und unvermeidbar. Sie stürzen auf uns nieder. 
Wir werden mitgerissen, fortgeschwemmt, an die rettende Küste gespült. 

Und von Jahr zu Jahr können wir anschließend ein wenig besser atmen, ein wenig mehr lächeln und etwas intensiver die uns umgebende Schönheit wahrnehmen. 

Und wenn wir angekommen sind, am Boden der Tatsachen, am Grund des Meeres, am wartenden Ufer,
können wir etwas mehr leben. 

Ich freue mich auf das Leben.
Das erste mal, seit Ewigkeiten. 
Seit dem Tag des Anfangs und des Endes. 

Der Sand rinnt durch meine Finger.

So weich, ich kann ihn nicht halten.

Kaum spüren.

Muscheln verfangen sich in meinen Fingerspitzen,

verbleiben länger bei mir -

aber auch sie verschwinden.

Das laute Rauschen des Meeres, heftige Wellen brechen an Land.

Ich spüre den Aufprall in meinen Knochen.

Die Gewalt und die Harmonie der Kraft des Ozeans erschüttert mich -

immer auf’s Neue.

Der Frieden an diesem Ort ist unvergleichbar.

Das Dasein ist unvermeidbar.

Die Liebe ist unendlich.

Lovely LoLa,

the year is passing by faster than we thought. We cannot even understand what´s happening, and in the next second, it fades away. The nights are never long enough to sleep deeply and the day is too long to be fully awake at all times. It is not getting easier yet. I don´t know who said it would.

We still think about it, the pain is still living inside of us like an additional organ. We can´t get rid of it, it somehow defines us.

But seeing you suffering like this makes my heart break. It shatters. Every year, on this day, the weight is unbearable. It drags you down and you can barely breathe. But I want to hold you close, so that the grief finds no place to bury its claws into your skin. I want to protect you from all of this. But this is nothing I can affect.

So here I am, sitting and crying because seeing you like this is unbearable.

He left a wound, as deep as the ocean and as big as this earth.

I want it to get better, but it simply does not.

It will get easier. I guess.

I hope.

I love you.

softheartsxxelectricsouls:

“The sea is nothing but a library of all the tears in history.”

— Lemony Snicket (via quotemadness)

Das Ungewisse zerfrisst dich mit allem, was dir etwas bedeutet.

Du verlierst deine Gedanken, deine Stimme, all die Erinnerungen und vor allem deine Seelenruhe.

Die Angst vor dem morgigen Tag nimmt dir den Atem und du weißt nicht, wie du die Kraft finden sollst, aufzustehen.

Wieder und wieder, jeden Tag, diese lähmende Trägheit deiner Knochen.

Die Erschöpfung besitzt jede deiner Adern und hat dich infiltriert mit brennener Unruhe.

Du kannst nicht schlafen ohne schweißgebadet aus einem Alptraum aufzuschrecken, kannst nicht atmen ohne dass deine Lunge bei jedem zweiten Zug vor Schwäche röchelt, und vor allem kannst du nicht klar denken, ohne dass dieselben Sätze durch deinen Kopf fliegen und alles andere rücksichtslos unter sich begraben.

Was nun? Wie soll es weitergehen? Wie schnell muss ich rennen um die voraneilenede Zeit einholen zu können?

Und  wenn ich stürze? Holt mich die verlorene Zeit in der zweiten Runde ein? Und überrennt mich?

Oder muss ich aufhören, mit all dem?

Um anzufangen?